UNSER MEDITATIONSPLATZ IM PARK - ein Schul- und Klassenprojekt unter der Leitung von Frau HOL Maria Hampl

Wenn sich ehemalige SchülerInnen der HS Rudigier an ihre Schulzeit zurückerinnern, denken sie besonders gern an den wunderbaren Park. Ein Kleinod mitten im turbulenten Steyr, eine Oase der Stille.
Was liegt also näher, als in diesem Park einen Meditationsplatz zu gestalten?
In einem fächerübergreifenden Projekt unter der Leitung von Frau Maria Hampl entsteht derzeit mitten im Park ein wunderschöner Ort des Verweilens.
Unser Meditationsplatz besteht aus einem Labyrinth, das auf ein beeindruckendes Holzkreuz als Mittelpunkt hinführt. Warum gerade ein Labyrinth?
Mit "Irrgärten" beschäftigen sich die Menschen seit Jahrtausenden.
Eine Sonderform des Irrgartens ist das Labyrinth, bei dem es nur einen einzigen Weg gibt, welcher sich auf verwundenen Wegstrecken auf den Mittelpunkt zu bewegt.
Ein klassisches Labyrinth ist kreuzungsfrei; es bietet keine Wahl an.
Der Weg durch ein unverzweigtes Labyrinth kann als Meditation und Erneuerung aufgefasst werden. Er stellt das Abbild einer verschlungenen Lebensbahn und zugleich den Weg zum Selbst dar, fordert zur Umkehr und zum Überdenken des eigenen Lebens auf. Erlösung verspricht das Finden der Mitte des Labyrinths.
Im Zentrum des Labyrinths ragt der Stamm eines alten Birnbaumes in die Höhe.
Diese eigenwillige Form stellt sowohl ein Kreuz, als auch den Menschen selbst dar. Sie symbolisiert Kraft, Stärke, lässt sich nicht so leicht von den Stürmen des Lebens umwerfen. Stolz ragt der Stamm zum Himmel. Er ist fest mit dem Boden verbunden, steht gehalten und sicher. Seine beiden Äste ragen wie Arme nach oben und holen sich Kraft von oben.
Das Kreuz ist rau, immer noch mit der Rinde überzogen, hat längst schon Moos angesetzt und zeigt die Wunden der abgeschnittenen Äste. Erst diese Verletzungen machen den Baum, genau wie den Menschen einzigartig.
Die SchülerInnen gestalteten in den Fächern Technisches Werken und Bildnerische Erziehung Tonziegel, die sie mit persönlichen Symbolen verzierten und in einem Ritual um das Kreuz anordnen werden.
Vor dem Meditationsplatz wird dieselbe klassische Form eines Labyrinths noch als Fingerlabyrinth angebracht.
Unser neuer Meditationsplatz soll bis Mittwoch, 28. Mai fertiggestellt und während der Maiandacht eingeweiht werden.
Frau Maria Hampl, die Initiatorin und Projektleiterin, bedankt sich bei den Kreuzschwestern, bei allen SchülerInnen und Lehrern, besonders bei Herrn Rene Gumpinger, für die Unterstützung bei diesem Projekt. Besonderer Dank gilt Hr. Ganglbauer, ohne den die Durchführung nicht möglich gewesen wäre.
Es bleibt zu hoffen, dass dieser Ort der Stille mitten im Park gern genutzt wird, um dort zu verweilen und zur eigenen Mitte zu finden.
Bilder dazu im Ordner "FOTOS"
